Anomaloskop: Farbsinnstörung präzise diagnostizieren

Wer Farben anders wahrnimmt als seine Mitmenschen, bemerkt das oft erst durch Zufall – beim Sortieren farbiger Kabel, bei reifem Obst oder bei einem Sehtest fürs Berufsleben. Dahinter steckt häufig eine Farbsinnstörung: meist angeboren, harmlos und im Alltag lange unauffällig. Doch für Beruf, Führerschein oder zur eigenen Gewissheit lohnt sich Klarheit.

Das genaueste Verfahren dafür ist das Anomaloskop, das wir an beiden Standorten einsetzen. Als Goldstandard der Farbsinndiagnostik bestimmt es über einen feinen Rot-Grün-Abgleich objektiv, ob eine Farbsinnstörung vorliegt, welchen Typ und wie stark. Besonders hilfreich, um einzuordnen:

  • Rot-Grün-Sehschwäche und Rot-Grün-Blindheit
  • Deuteranomalie (Grün-Schwäche) und Protanomalie (Rot-Schwäche)
  • Schweregrad und Ausprägung der Farbsinnstörung
  • Eignung des Farbsehens für Beruf und Führerschein

Woran erkenne ich eine Farbsinnstörung bzw. Farbsehschwäche?

Bei einer Farbsinnstörung nimmt das Auge bestimmte Farben abgeschwächt oder verändert wahr. Verantwortlich sind die Zapfen auf der Netzhaut – die Sinneszellen für das Farbsehen. Es gibt drei Zapfentypen für die Bereiche Rot, Grün und Blau. Arbeitet einer dieser Typen eingeschränkt, entsteht eine Farbsehschwäche; fällt ein Typ ganz aus, spricht man von einer Farbenblindheit für den entsprechenden Bereich.

Wichtig ist die Abgrenzung zur vollständigen Farbenblindheit, bei der ausschließlich Graustufen wahrgenommen werden; diese Form ist sehr selten. Die allermeisten Betroffenen sehen Farben also nicht gar nicht, sondern verwechseln bestimmte Farbtöne. Am häufigsten betrifft das den Rot-Grün-Bereich.

Farbsehschwäche, Farbenblindheit, Rot-Grün-Schwäche. Was ist der Unterschied?

Ein Anomaloskop ist ein augenärztliches Präzisionsgerät zur Diagnose von Rot-Grün-Störungen des Farbsehens. Anders als einfache Farbtafeln zeigt es nicht nur, ob eine Farbsinnstörung vorliegt, sondern auch, um welchen Typ es sich handelt und wie stark er ausgeprägt ist.

Bei der Untersuchung blicken Sie durch ein Okular auf ein rundes, in zwei Hälften geteiltes Farbfeld. Ihre Aufgabe ist es, aus Rot und Grün einen Mischton einzustellen, der einem vorgegebenen Gelb entspricht. Aus dem gewählten Mischungsverhältnis lässt sich objektiv ablesen, wie das Farbsehen funktioniert. Weil das Ergebnis messbar und gut reproduzierbar ist, gilt das Anomaloskop als Goldstandard in der Farbsinndiagnostik – dort, wo einfache Tests nur einen ersten Hinweis liefern.

Wie wird das Farbsehen im Augenzentrum Mayer getestet?

An unserem Standort in Holzkirchen bieten wir Ihnen die vollständige Farbsinndiagnostik: vom Screening mit Farbtafeln bis zur exakten Bestimmung am Anomaloskop. So klären wir zuverlässig, ob eine Farbsinnstörung vorliegt, welcher Typ es ist und wie stark sie ausgeprägt ist, und besprechen mit Ihnen, was das Ergebnis für Alltag, Beruf oder Führerschein bedeutet.

Als inhabergeführte, nach DIN EN ISO 9001 zertifizierte Praxis nehmen wir uns Zeit für eine persönliche und objektive Beratung. 

Ishihara-Test – der schnelle Erstcheck

Der Ishihara-Test ist das bekannteste Screening-Verfahren. Auf seinen Farbtafeln sind Zahlen oder Linien aus farbigen Punkten zu erkennen. Bei normalem Farbsehen lassen sie sich mühelos lesen, bei einer Rot-Grün-Schwäche sind sie nicht oder nur schwer erkennbar. Der Test zeigt schnell und zuverlässig, ob eine Rot-Grün-Störung besteht. Über Art und Ausprägung gibt er allerdings keine Auskunft.

Anomaloskop – die exakte Diagnose bei uns

Wo der Ishihara-Test an seine Grenzen kommt, liefert das Anomaloskop die genaue Antwort. Durch ein Okular sehen Sie ein rundes, geteiltes Farbfeld und stellen aus Rot und Grün einen Mischton ein, der einem vorgegebenen Gelb entsprechen soll. Aus dem gewählten Verhältnis lässt sich objektiv ablesen, ob eine Rot-Grün-Störung vorliegt, welcher Typ es ist und wie stark sie ausgeprägt ist. Weil das Ergebnis messbar und gut reproduzierbar ist, gilt das Anomaloskop als Goldstandard der Farbsinndiagnostik. Im Augenzentrum Mayer setzen wir es für eine präzise, nachvollziehbare Diagnose ein – schmerzfrei und in wenigen Minuten.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin zum Farbsehtest im Augenzentrum Mayer – in Holzkirchen oder Rottach-Egern

Wann sollte ich mein Farbsehen prüfen lassen?

Ein Farbsehtest ist immer dann sinnvoll, wenn ein konkreter Anlass besteht.

Für viele Berufe ist normales Farbsehen Voraussetzung – etwa bei Piloten, Lokführern, in Teilen von Polizei und Feuerwehr sowie in Elektro- und Laborberufen. Auch für bestimmte Führerscheinklassen und die Personenbeförderung kann ein Nachweis verlangt werden. Sinnvoll ist ein Test außerdem bei einem konkreten Verdacht – wenn Farben häufig verwechselt werden oder in der Familie Farbsinnstörungen bekannt sind – sowie bei Kindern zur frühzeitigen Abklärung.

Besondere Aufmerksamkeit verdient eine Farbwahrnehmung, die sich plötzlich verändert: Eine neu aufgetretene Farbsehstörung kann ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Augenerkrankung sein und sollte augenärztlich abgeklärt werden.

Häufige Fragen zum Anomaloskop und zur Farbsinnstörung (FAQ)

Was ist eine Farbsinnstörung bzw. Farbsehschwäche?

Bei einer Farbsinnstörung nimmt das Auge bestimmte Farben abgeschwächt oder verändert wahr. Verantwortlich sind die Zapfen auf der Netzhaut – die Sinneszellen für das Farbsehen. Funktionieren einzelne Zapfentypen eingeschränkt, spricht man von einer Farbsehschwäche (z. B. Rot-Grün-Schwäche); fällt ein Zapfentyp ganz aus, von einer Farbenblindheit. Am häufigsten ist die Rot-Grün-Schwäche. Eine vollständige Farbenblindheit, bei der nur Graustufen wahrgenommen werden, ist dagegen sehr selten. Die meisten Betroffenen sehen Farben also nicht gar nicht, sondern verwechseln bestimmte Farbtöne.

Zur Prüfung des Farbsehens gibt es verschiedene Verfahren. Für ein erstes Screening werden häufig die Ishihara-Farbtafeln eingesetzt: Zahlen oder Muster aus farbigen Punkten, die bei einer Farbsehschwäche nicht oder nur schwer erkannt werden. Sie zeigen zuverlässig, ob eine Rot-Grün-Störung vorliegt. Für eine genaue Bestimmung von Art und Ausprägung dient das Anomaloskop – der augenärztliche Standard zur exakten Diagnostik. Online-Farbtests können einen ersten Hinweis geben, ersetzen aber wegen ungenauer Bildschirmfarben und fehlender Kalibrierung keine augenärztliche Untersuchung.

Das Anomaloskop ist ein Präzisionsgerät zur Diagnose von Rot-Grün-Störungen. Durch ein Okular sehen Sie ein rundes Farbfeld, das in zwei Hälften geteilt ist. Ihre Aufgabe ist es, eine Mischung aus Rot und Grün so einzustellen, dass sie einem vorgegebenen Gelbton entspricht. Aus dem gewählten Mischungsverhältnis lässt sich ablesen, ob eine Farbsinnstörung vorliegt, welcher Typ (z. B. Protanomalie oder Deuteranomalie) und wie stark sie ausgeprägt ist. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und liefert ein objektives, gut reproduzierbares Ergebnis.

Ja, die häufigsten Farbsinnstörungen sind angeboren und werden vererbt. Die Rot-Grün-Schwäche wird X-chromosomal weitergegeben. Deshalb sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen: Sie besitzen nur ein X-Chromosom, sodass sich die Veranlagung direkt auswirkt. Frauen mit zwei X-Chromosomen können die Anlage tragen und weitergeben, ohne selbst betroffen zu sein. Neben den angeborenen Formen gibt es auch erworbene Farbsinnstörungen, die im Lauf des Lebens etwa durch Augenerkrankungen oder Medikamente entstehen können.

Man unterscheidet angeborene und erworbene Ursachen. Angeborene Farbsinnstörungen beruhen auf einer genetischen Veranlagung, bei der einzelne Zapfentypen der Netzhaut fehlen oder eingeschränkt arbeiten – sie bleiben in der Regel ein Leben lang unverändert. Erworbene Farbsinnstörungen entstehen dagegen erst später, zum Beispiel durch Erkrankungen der Netzhaut oder des Sehnervs, durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente. Weil eine neu aufgetretene Farbsehstörung ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Augenerkrankung sein kann, ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll.

Ein Farbsehtest ist immer dann sinnvoll, wenn ein konkreter Anlass besteht. Für zahlreiche Berufe ist normales Farbsehen Voraussetzung – etwa bei Piloten, Lokführern, in Teilen von Polizei und Feuerwehr sowie in Elektro- und Laborberufen. Auch für bestimmte Führerscheinklassen und die Personenbeförderung kann ein Nachweis verlangt werden. Ein Test empfiehlt sich außerdem bei einem konkreten Verdacht, etwa wenn Farben häufig verwechselt werden oder in der Familie Farbsinnstörungen bekannt sind, sowie bei Kindern zur frühzeitigen Abklärung. Sinnvoll ist er auch, wenn Farben plötzlich verändert wahrgenommen werden – hier sollte die Ursache augenärztlich abgeklärt werden.