Die intravitreal operative Medikamentengabe (IVOM) – umgangssprachlich auch Augenspritze oder „Spritze ins Auge“ genannt – ist ein bewährter, ambulanter Routineeingriff zur Behandlung bestimmter Netzhauterkrankungen, insbesondere der feuchten Makuladegeneration, des diabetischen Makulaödems und von Makulaödemen nach Venenverschlüssen.
Viele Patienten sind vor der ersten IVOM verständlicherweise unsicher. Daher erklären wir Ihnen hier transparent und Schritt für Schritt, wie der Ablauf der Behandlung in unserer Praxis aussieht.
Vor der ersten IVOM findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Dabei nehmen wir uns Zeit, um:
Ihre Erkrankung und die Diagnose zu erklären
den Nutzen und mögliche Risiken der IVOM zu besprechen
alle offenen Fragen zu klären
Im Rahmen der Vorbereitung erfolgen:
eine augenärztliche Untersuchung
in der Regel eine OCT-Untersuchung (Optische Kohärenztomographie)
die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans
Sie erhalten alle wichtigen Informationen zur Vorbereitung, zum Behandlungstag und zur Nachsorge.
Wichtige Hinweise am Behandlungstag:
Bitte kommen Sie ungeschminkt (kein Augen-Make-up)
Organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg, da Sie am Tag der IVOM nicht selbst am Straßenverkehr teilnehmen dürfen
Planen Sie insgesamt etwa 45 Minuten Aufenthalt ein
Die IVOM ist ein kurzer, ambulanter Eingriff, der unter streng sterilen Bedingungen durchgeführt wird.
Desinfektion des Auges und der umliegenden Haut
Betäubung des Auges mit Augentropfen
ggf. zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Auges
Die Betäubung sorgt dafür, dass die Behandlung in der Regel nahezu schmerzfrei ist.
Das Medikament wird mit einer sehr feinen Kanüle in den Glaskörperraum des Auges injiziert
Die Injektion selbst dauert nur wenige Sekunden
Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden höchstens ein leichtes Druckgefühl
Wichtig zu wissen: Das Medikament wird nicht direkt in die Makula, sondern in den Glaskörper gespritzt und wirkt von dort gezielt an der Netzhaut.
Kurze Erholungsphase in unserer Praxis
Bei Bedarf Kontrolle des Augeninnendrucks
Anschließend können Sie die Praxis wieder verlassen
Am Behandlungstag dürfen Sie kein Auto fahren, da das Sehvermögen vorübergehend beeinträchtigt sein kann.
Das Gesicht sollte gereinigt und ungeschminkt sein. Es sollte nicht nur Augen-Make-Up sondern auf jegliches Gesichts-Make-Up verzichtet werden, da ansonsten eine gründliche Desinfektion vor der Spritze nicht möglich ist.
Sollten Sie eine akute Entzündung im oder um das Auge herum bemerken, kann ggf. keine Injektion stattfinden. Bitte informieren Sie uns umgehend für eine Abklärung.
Um den Heilungsverlauf für Sie angenehmer zu gestalten, empfehlen wir Ihnen einige Stunden vor Ihrer OP regelmäßig Tränenersatzmittel in das operierte Auge zu tropfen. Die beugt postoperativen Beschwerden wie Fremdkörpergefühl vor.
Nach der IVOM sollten Sie:
das Auge nicht reiben
die verordneten Augentropfen regelmäßig anwenden
am Behandlungstag auf Sport, Sauna und körperliche Anstrengung verzichten
Leichte Tätigkeiten wie Lesen, Fernsehen oder Spaziergänge sind in der Regel möglich.
Ein Kontrolltermin erfolgt meist wenige Tage nach der Behandlung.
Die Verabreichung der IVOM dauert nur wenig Minuten. Bitte planen Sie für Ihren OP-Tag etwa 30-45 min Aufenthaltsdauer ein, da Zeiten für die OP-Vorbereitung und die kurze Erholungsphase nach der OP berücksichtigt werden müssen.
Nach der intravitrealen operativen Medikamentenapplikation (IVOM) kann es zu einer vorübergehenden Trübung des Sehvermögens kommen. Aus diesem Grund müssen Sie am Tag der Behandlung auf die Teilnahme am Straßenverkehr verzichten. Wir empfehlen Ihnen eine Begleitung für Ihre Abholung zu organisieren oder die öffentlichen Verkehrsmittels oder ein Taxi zu nutzen. Sofern Sie ansonsten fahrtüchtig sind und nichts anderes von Ihrem Augenarzt angeordnet wurde dürfen Sie i.d.R. ab dem nächsten Tag wieder Auto fahren. Befragen Sie hierzu bitte persönlich Ihren Augenarzt.
Eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (“Krankschreibung”) ist eher die Ausnahme. Sollten Sie aufgrund der Terminierung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen, besprechen Sie dies bitte vorab persönlich mit Ihrem Augenarzt.
Die feuchte AMD ist eine langanhaltende Erkrankung, die regelmäßige Behandlungen erfordert, um das Sehvermögen zu erhalten und das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Anfangs werden die Patienten monatlich behandelt, später können die Abstände zwischen den Behandlungen verlängert werden. Die Entscheidung über die Verlängerung der Behandlungsintervalle basiert auf den individuellen Untersuchungsergebnissen des Patienten. Es ist nicht möglich im Voraus zu bestimmen, wie viele Injektionen pro Jahr für jeden Patienten erforderlich sind.
Diese Frage beschäftigt viele Patienten.
Dank moderner Technik und lokaler Betäubung empfinden die meisten die IVOM als deutlich weniger unangenehm als erwartet.
kein Schnitt
keine Vollnarkose
wenige Sekunden Dauer
Für weitere Informationen oder zur Terminvereinbarung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
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