Gemeint ist damit meist die Makuladegeneration. Diese Aussage zeigt jedoch, wie wenig bekannt oft ist, was die Makula eigentlich ist.
Die Makula liegt im hinteren Bereich des Auges und ist der Teil der Netzhaut mit der höchsten Dichte an Sehzellen. In ihrem Zentrum, der Fovea, entsteht unser schärfstes Sehen. Sie ist verantwortlich für das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und das Wahrnehmen feiner Details.
Schon kleine Veränderungen in diesem sensiblen Bereich können das zentrale Sehvermögen deutlich beeinträchtigen – oft zunächst schleichend und unbemerkt, manchmal aber auch rasch fortschreitend. Zu den häufigsten Makulaerkrankungen zählen die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das diabetische Makulaödem (DMÖ) sowie Makulaödeme infolge von Gefäßverschlüssen der Netzhaut (z. B. Venenastverschluss). Eine frühzeitige Diagnose, etwa mittels OCT, und eine gezielte Therapie sind entscheidend, um das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.
Typische Beschwerden bei Makulaerkrankungen sind:
Verschwommenes Sehen oder „wie durch einen Schleier“
Verzerrtes Sehen (gerade Linien wirken wellig)
Schwierigkeiten beim Lesen
Grauer/dunkler Fleck im Zentrum des Blickfelds
Abnahme von Kontrast und Farben
Gesichter werden schlechter erkannt
Wichtig: Das äußere Gesichtsfeld bleibt häufig lange erhalten – daher fällt die Erkrankung oft erst spät auf.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für Makulaerkrankungen – insbesondere für die Makuladegeneration (AMD) und für Makulaödeme:
Alter (wichtigster Risikofaktor bei AMD)
Genetische Veranlagung / familiäre Häufung
Rauchen (erhöht das Risiko deutlich)
Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Erhöhte Blutfette
Diabetes mellitus (Risikofaktor für diabetisches Makulaödem)
Übergewicht und Bewegungsmangel (indirekt über Gefäß- und Stoffwechselrisiken)
UV-/Lichtbelastung (als möglicher begünstigender Faktor)
Wenn Risikofaktoren vorliegen, sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sinnvoll – auch ohne Beschwerden.
Die AMD ist eine chronische Erkrankung der Netzhautmitte und eine häufige Ursache für zentrale Sehverschlechterung im Alter.
häufiger als die feuchte Form
meist langsam fortschreitend
typische Befunde: Drusen und Ausdünnung von Netzhautschichten
regelmäßige Verlaufskontrollen wichtig
weniger häufig, aber aggressiver Verlauf
krankhafte, undichte Blutgefäße wachsen in die Makula ein
Flüssigkeit/Blut kann die Netzhaut schädigen
ohne Behandlung droht rascher Sehverlust
Therapie der Wahl: IVOM (Augenspritze / Spritze ins Auge)
Beim diabetischen Makulaödem tritt durch Gefäßschädigungen bei Diabetes Flüssigkeit in die Makula aus. Das kann zu:
verschwommenem Sehen
Kontrastverlust
zentralen Sehstörungen
führen. Eine frühe Diagnose und konsequente Therapie verbessern die Prognose deutlich.
Bei einem Venenastverschluss oder Zentralvenenverschluss (retinaler Venenverschluss) kann sich ein Makulaödem entwickeln. Je nach Ausprägung sind medikamentöse Therapien (z. B. IVOM) sinnvoll, um die Flüssigkeit zu reduzieren und das Sehen zu stabilisieren.
Für die sichere Diagnose und Verlaufskontrolle sind moderne Verfahren entscheidend:
Augenhintergrunduntersuchung
OCT (Optische Kohärenztomographie)
→ Schichtaufnahme der Netzhaut, wichtigste Untersuchung bei Makulaerkrankungen. Die OCT erlaubt eine präzise Einordnung, ob z. B. eine feuchte AMD oder ein Makulaödem vorliegt – und ob die Therapie wirkt.
Fluoreszenzangiographie (bei Bedarf)
→ Darstellung undichter/krankhafter Gefäße, z. B. bei feuchter AMD
ggf. Sehschärfen- und Kontrasttests
Achten Sie auf Verzerrungen (z. B. beim Lesen, Fliesenfugen, Fensterrahmen)
Nutzen Sie bei Bedarf ein Amsler-Gitter (Selbsttest)
Lassen Sie Risikofaktoren behandeln (Blutdruck, Blutzucker, Blutfette)
Nicht rauchen – einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren
Regelmäßige Augenkontrollen, insbesondere ab höherem Alter oder bei Diabetes
Makulaerkrankungen sind meist chronisch, aber heute häufig gut behandelbar. Entscheidend sind:
frühe Diagnose
konsequente Verlaufskontrollen (OCT)
Therapietreue, insbesondere bei feuchter AMD/IVOM
Bei der feuchten Makuladegeneration kann eine rechtzeitige IVOM-Therapie das Sehvermögen oft stabilisieren und in manchen Fällen verbessern.
Die Therapie richtet sich nach Ursache, Stadium und Verlauf.
Trockene Makuladegeneration
Langsam fortschreitend, aktuell keine Spritzen-Therapie
Feuchte Makuladegeneration (feuchte Makula)
Krankhafte Gefäßneubildungen, Flüssigkeit in der Netzhaut
→ Behandlung mit IVOM erforderlich
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